The 100 Thing Challenge

By #beindependent | 11.02.2015

Kreativer Verzicht im kollektiven Selbstversuch

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Der US-Amerikaner Dave Bruno gilt als «Erfinder» des modernen Minimalismus. Er hat seinen Besitz innerhalb eines Jahres auf 100 Dinge reduziert. In seinem Buch «The 100 Thing Challenge» möchte er beweisen, dass man nur 100 Dinge benötigt, um glücklich leben zu können. Er möchte damit ein Zeichen setzten und von den Gewohnheiten des exzessiven Konsums wegkommen.
Er sagt, dass viele Leute aus Langeweile kaufen. Und stellt sich die Frage: was kaufen wir wirklich? Ein Produkt oder ein Versprechen? Alles laufe darauf hinaus, dass wir am Ende eine Wohnung voller Zeug haben. 

Die Idee zum Selbstversuch entstand, als er sein Haus, wo er mit seiner Familie wohnt, aufräumen wollte. Er fand das Ergebnis frustrierend, weil das Haus danach noch immer chaotisch aussah. Er meint, dass offenbar viele Menschen von ihren Besitztümern erstickt werden.
Nach dem Zählen seines Hab und Guts  hat er beschlossen, dass 100 Stück davon ausreichend wären, um glücklich leben zu können.

Etwas umstritten ist die Zählweise dieser Dinge. Dave Bruno kategorisiert beispielsweise gewisse Artikel wie CD’s, Bücher oder Unterhosen zu einem Ding. Ebenfalls zählt er Einrichtungsgegenstände wie den Esstisch nicht dazu, da er diesen mit seiner Frau und seinen Kindern teilt, sagt er.

Als erstes hat er sich den Kleiderschrank zum Entrümpeln vorgenommen. Gefolgt von der Garage, vom Schreibtisch und so weiter. Insgesamt hat er über 500 Sachen ausgemistet, wie er sagt. Es gebe auch Dinge wie seine Gitarre, die er damals verkauft hat, sich jedoch später wieder eine zugelegt hat. Zu gross sei der Verlust dieses Gegenstands gewesen.

Inzwischen eifern ihm Menschen auf der ganzen Welt nach. Wenige Dinge zu besitzen, ohne in finanzieller Not zu sein, entdecken immer mehr Personen für sich.

Als Vorreiter der Minimalisums-Bewegung zählt auch Kelly Sutton mit seinem Blog The Cult of Less. Zudem wird auf weiteren Plattformen wie theminimalists für den freiwilligen Verzicht plädiert.

Nun interessiert uns brennend, welche Erfahrungen ihr mit dem Verzicht auf Dinge habt? Hat sich sogar jemand dem Selbstversuch angeschlossen? Wovon könntet ihr euch auf keinen Fall trennen? Und wovon eigentlich ganz gut?
Wir freuen uns auf eure Kommentare!

 

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