Studie zu Free-Floating

By #beindependent | 5.05.2015

Ein Blick nach Deutschland zeigt Free-Floating-Carsharing als Ergänzung im Mobilitätsmix.

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Car2go und DriveNow, die zwei grössten Free-Floating-Carsharing Anbieter in Deutschland, haben die Ergebnisse einer gemeinsamen Kundenumfrage publiziert. Die Studie entstand, nachdem das neue Carsharing-Modell in Deutschland in Kritik geriet. Die beiden Anbieter möchten so zeigen, dass Free-Floating, das auch Catch a Car betreibt, eine Ergänzung und nicht eine Konkurrenz zum öffentlichen Verkehr darstellt.

Der CEO von car2go meint, dass das Löslösen von festen Standorten das Carsharing in den letzten Jahren weiten Bevölkerungskreisen zugänglich gemacht hat. Carsharing ergänze so für immer mehr Grossstadtbewohner den täglichen Mobilitäsmix.

Der Geschäftsführer von DriveNow meint, dass es nicht zielführend wäre, eine Konkurrenzsituation zwischen Free-Floating und dem Öffentlichen Verkehr herzustellen. Entscheidend sei vielmehr, das gesamte Mobilitätssystem einer Stadt zu betrachten. Ziel soll es sein, Autobesitzer in der Stadt für einen Mobilitäsmix ohne eigenes Auto zu begeistern.

Reduziere sich die Zahl privater Fahrzeuge, ergebe sich automatisch auch eine gesteigerte Nachfrage bei den anderen Mobilitätsangeboten. 

Die Studie wurde nach der Befragung von über 2‘880 Free-Floating-Kunden erhoben. Danach nutzen zwei Drittel der Befragten auch täglich oder mehrmals wöchentlich den ÖV. 79 Prozent gaben als Hauptgrund zur Nutzung dieses Angebots die schnelle Bewältigung einer Strecke an.
Rund die Hälfte der befragten Nutzer besitzt kein eigenes Auto. 37 Prozent haben sich sogar in den letzten Jahren vom eigenen Fahrzeug getrennt. Über die Hälfte davon gab als Motiv an, durch Free-Floating jederzeit spontan ein Auto nutzen zu können. Auch seien generell nicht steigende Kosten eines eigenen Autos sondern ein flächendeckendes Mobilitätsangebot für diesen Entscheid verantwortlich. Ebenfalls gleich stark war das Argument, durch andere Verkehrsmittel die Fahrziele bequem erreichen zu können.  
Eine Umverlagerung zum Carsharing finde zwar vereinzelt statt, jedoch hauptsächlich in Gebieten, wo die Anbindung an den ÖV weniger dicht ist oder diese sich umständlich gestaltet. Die Umfrage belegt die ergänzende Funktion, die Free-Floating nach den beiden Anbietern einnehmen soll.  

Free-Floating-Carsharing wird durch Car2go seit 2008 und durch DriveNow seit 2011 in Deutschland betrieben. Wissenschaftliche Langzeitstudien werden derzeit erhoben, um nachhaltige Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten festhalten zu können. 

Die Entwicklung der Kundenzahlen bei beiden Anbietern zeigt weiterhin ein grosses Wachstumspotenzial auf. Untersuchungen prognostizieren zudem bis zum Jahr 2020 eine Steigerung um bis zu 200 Prozent!

Auch wir von Catch a Car werden seit unserem Start im August 2014 von der ETH Zürich wissenschaftlich begleitet, um Effekte von stationsungebundenem Carsharing zu beziffern.

Weiterhin viel Vergnügen mit Catch a Car – dem ersten  Free-Floating-Carsharig Angebot der Schweiz!

 

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