Leben ohne Plastik?

By #beindependent | 14.10.2015

Wie man den Verbrauch von Plastik im Alltag reduzieren kann.

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Kunststoff scheint inzwischen überall zu sein. Er steckt in unendlich vielen Gebrauchsgegenständen, Legierungen und Gehäusen von elektronischen Geräten. Es gibt allerdings ein paar einfache Ideen und schöne Produkte mit denen man Plastik im Haushalt reduzieren kann.

Kunststoff: Wo man ihn nicht sieht und nicht riecht
Kunststoff wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts industriell hergestellt und scheint sich heute aus unserm Leben nicht mehr wegdenken zu lassen. Aus Kunststoff werden Bodenbeläge, Rohre, Lacke und Vieles mehr hergestellt. Plastik findet man aber auch in Kosmetikprodukten, Schuhen, Kleidung aus synthetischen Stoffen und unzähligen Kleinteilen der unterschiedlichsten Gegenstände.

Zum Beispiel bestehen Nylon-, Polyester- und Viskose-Textilien aus tausenden kleinen Plastik-Mikrofasern, die bei jedem Waschgang aus der Kleidung gespült werden und im Wasserkreislauf landen. Mit der Zeit gelangt Kunststoff so überall hin. Oft nehmen wir die Unmengen von Plastik in unserem Alltag gar nicht mehr wahr.
Immer mehr Menschen dagegen versuchen in ihrem Alltag Plastik zu vermeiden. Manche befürchten gesundheitliche Risiken durch die Ausdünstung der enthaltenen Weichmacher, andere wollen einfach Abfall reduzieren. Hierfür gibt es in vielen Bereichen Alternativen zu Kunststoff, mit denen man auf nichts verzichten muss.
Mit dem eigenen Rucksack oder Jutebeutel einkaufen gehen spart eine Menge Kunststoff in Tragtaschenform.  Diese Textil-Alternativen lassen sich viel angenehmer tragen und sind eine richtig gute Entlastung für die Umwelt. Denn in Europa werden pro Kopf bis zu 200 Plastiktüten pro Jahr verbraucht. Und dabei sind sie durchschnittlich nur 25 Minuten in Benutzung, bevor sie im Abfall oder in der Schublade landen.

Hier kann man beim nächsten Shoppen einfach „Nein, danke.“ zum Plastiksäckli sagen und die mitgebrachte Tasche hervorholen. Zudem kann man beim Kauf von Obst und Gemüse versuchen, auf Plastik zu verzichten und stattdessen nur lose Produkte in den Einkaufkorb wandern lassen.

Plastik ist nicht gleich Plastik: Wann ist Kunststoff ungesund?
Silikone, Polyethylen oder Polypropylen sind ein paar der vielen Bezeichnungen für die unterschiedlichen Kunststoffgemische. Bei der Herstellung von Kunststoff werden viele unterschiedliche Chemikalien verwendet, von denen einige sich auch nachteilig auf unsere Gesundheit auswirken können. Die Zusammensetzung der chemischen Stoffe hängt von den gewünschten Eigenschaften des Plastiks ab, wie Stabilität oder Dehnbarkeit. Die genauen Inhaltstoffe sind nur den Herstellern des Kunststoffs bekannt, selten den weiterverwertenden Unternehmen, die daraus zum Beispiel PET-Flaschen oder Spielbälle produzieren.

Dabei sind einige der Bestandteile von Kunststoff bisher nur wenig erforscht und ihre Wirkungen auf unseren Körper nicht bekannt. Es gibt inzwischen zwar viele unabhängige Studien, die auf Gesundheitsrisiken der Inhaltstoffe verweisen, allerdings werden nur wenige der Chemikalien tatsächlich verboten. Eine davon ist Bisphenol A, das die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und sich schädigend auf unser Erbgut auswirken soll. Unter der Beibehaltung der üblichen Produktionsweisen müssen solche Stoffe allerdings oft durch noch weniger erforschte Chemikalien ersetzt werden.

Um die Schädlichkeit eines Kunststoffs festzustellen, hilft eine einfache Faustregel: Finger weg von Plastik, das riecht! Der intensive Geruch weist darauf hin, dass die im Kunststoff gebundenen Chemikalien ausdünsten. 

Kunststoff vermeiden schützt die Umwelt
Kunststoff verfällt nur sehr langsam, indem er sich zu winzig kleinen Stückchen zersetzt, die leicht überall hin gelangen können. Partikel so gross wie Sandkörner breiten sich auch in den entlegenen Winkeln der Ozeane und Landschaften aus. Viele Plastiksorten werden in der Natur erst nach Jahrhunderten vollständig abgebaut, so braucht eine einfache Plastiktüte bis zu 200 Jahre, bevor sie vollständig zerfällt.

Durch den langen Zeitraum des Verfalls haben die im Plastik gebundenen Chemikalien viel Zeit sich in der Umwelt auszubreiten. Dies geschieht, wenn Kunststoff-Artikel beschädigt, zum Beispiel verkratzt, werden oder im Laufe der Zeit zerbröckeln. Viele der chemischen Stoffe werden besonders gut durch Hitze freigesetzt.

Online-Shops für nachhaltige Produkte
Es gibt einige Hersteller und Online-Shops, die sich um Alternativen zu Produkten bemühen:
-plasno.de: Europas erster plastikfreier Onlineshop für nachhaltige Geschenkideen.
-laguna-onlineshop.de: Der Gründer Julian von Gebhardi setzt auf Produkte, die weiterverwendet werden können.
-avocadostore.de: Die Idee des Avocado Store ist es, Anbietern grüner Produkte eine gemeinsame Plattform zu geben.
-changemaker.ch: Hier findet man Produkte aus Bambus und anderen Pflanzenfasern.

-rrrevolve.ch: sucht nachhaltige, ökologische oder soziale Produkte und bietet diese teils exklusiv in der Schweiz an.

Catch a Car wünscht viel Vergnügen im plastikreduzierten Alltag.

 

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