Gibt es einen Trick den König zu finden?

By #beindependent | 6.01.2015

Für einen Tag die Krone aufzusetzen, wie der Dreikönigskuchen zum Brauchtum wurde und was das mit Erasmus von Rotterdam zu tun hat.

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Besonders bei uns, aber auch in vielen weiteren Ländern, gehört ein Dreikönigskuchen mit dem versteckten Königsfigürchen zum Dreikönigstag einfach dazu.
Bereits aus dem 13. Jahrhundert sind Schriften aus Klöstern übermittelt, die das Brauchtum des „Bohnenkönigs“ am Tag der Heiligen Drei Könige beschreiben. Im 16. Jahrhundert wurde der Brauch vom in Basel ansässigen Drucker und Verleger Sebastian Franck, welcher für Erasmus von Rotterdam als Übersetzter tätig war, wie folgt beschrieben: «Am Heiligen Dreikönigstag backt jeder Vater einen guten Lebkuchen oder Lebzelten wie er es vermag und Hausgesind hat, grosses oder kleines. Er knetet einen Pfennig in den gebackenen Lebkuchen, zerschneidet ihn in viele Stücke und gibt jedem ein Stück davon» und weiter «um Gottes, Jesu, Maria und der Heiligen Drei Könige willen. Wer den Pfennig in seinem Stück vorfindet, wird von allen als König erkannt, und man lässt ihn dreimal unter Jubel hochleben.»
Das süsse Gebäck, wie wir es heute kennen, ist jedoch noch nicht so lange fester Bestandteil des Dreikönigstages. Dieser Königskuchen wurde erst in den 1950er Jahren von einem Brotforscher in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Bäckerverband ins Leben gerufen. Dank clever angelegter Werbekampagne hat sich dieser Brauch so stark etabliert, dass der Königskuchen heute zu den am weitesten verbreiteten der neuen Traditionen zählt. Dass die Bäcker in den 50er Jahren nicht nur den süssen Geschmack der Masse trafen, sondern auch einen guten Riecher für die Wirtschaftlichkeit hatten, zeigt sich in den heute schweizweit rund 1.5 Millionen verkauften Königskuchen.
Was uns nun noch brennend interessiert ist, ob es einen Trick gibt, den König zu finden? Nach dem Schweizer Bäckerverband, ist die Stelle, an der sich der König befindet, jedoch nicht sichtbar und somit das Tragen der Krone reine Glückssache! Wenn das so ist, wünschen wir viel Glück beim Suchen und vor allem „en Guete“!
Fragt sich nur noch, was man denn so tun würde, an einem Tag mit dieser Krone auf?

 

 

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