Amerikanische Bundesbehörden setzen auf Carsharing. Und weitere Meldungen ...

By beindependent | 14.10.2014

Carsharing durchbricht in Deutschland die Millionenmarke und erobert amerikanische Bundesbehörden. Ein medialer Rundblick.

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Heute haben wir für euch Newsmeldungen zum Thema Carsharing aus anderen Ländern zusammengetragen. Generelles Fazit: Das läuft.

Nach erstaunlich langer Skepsis macht nun auch Audi erste Gehversuche im Carsharing. Der Ingolstädter Auto-Fabrikant setzt für sein Pilotprojekt aber nicht auf Deutschland, sondern greift ein Stückchen weiter nördlich in Stockholm an. «Audi Unite» ist ein Mikro-Carsharing-Programm für bis zu fünf Personen, die sich ein Fahrzeug teilen. Der Auswahl sind kaum Grenzen gesetzt – vom Kleinwagen A1 bis zum Mittelmotor-Sportler R8 ist alles denkbar. Wie die deutsche Wirtschaftswoche vermeldet, koordinieren die Fahrerinnen und Fahrer sich über eine Smartphone-App, die auch jeweils den Standort des Fahrzeugs verrät. Die Abrechnung erfolgt wahlweise zu gleichen Teilen oder nutzungsabhängig. Für die schwedische Hauptstadt hat man sich bei Audi laut WiWo vor allem aus einem Grund entschieden – wegen der weltoffenen Bewohner.

In Deutschland wurde im September die Millionen-Marke durchbrochen. Etwa zur Monatsmitte meldete sich der millionste Nutzer bei einem der insgesamt rund 150 Carsharing-Anbieter in Deutschland an. Einige Tage vorher hatte der Hightech-Verband Bitkom mitgeteilt, eine Umfrage habe insgesamt vier Millionen deutsche Carsharing-Nutzer ergeben. Gegenüber manager magazin Online sagte eine Sprecherin des Bundesverbands Carsharing, «leider» entspreche dieser Zahl nicht der Realität. Wir sagen: Was nicht ist, kann ja noch werden. Vielleicht hat Bitkom für die Umfrage einfach besonders weltoffene Teilnehmer ausgewählt (siehe Meldung oben) ...

Carsharing als Beitrag zur Stadtteilentwicklung – dieses Prinzip hat die Saga GWG für sich entdeckt. Das Immobilienunternehmen bietet in Mümmelmannsberg in Hamburg-Billstedt in Zusammenarbeit mit der Autovermietung Starcar ein Carsharing-Programm für die Anwohner an. Die Absicht: Schonung der Ressourcen und Attraktivität des Standorts für Mieter, so die Hamburger Senatorin für Satdtentwicklung und Umwelt, Jutta Blankau, gegenüber Haufe online. Ihre Behörde stellt dem Bericht zufolge im Rahmen des städtischen Klimaschutzprogramms 280'000 Euro zur Verfügung, damit das vier E-Fahrzeuge umfassende Projekt umgesetzt werden kann. 

Noch deutlich grössere Schritte macht aktuell Zipcar in den USA. Wie das Bostoner Unternehmen Anfang Monat bekannt gab, werden künftig Regierungsangestellte im Dienst Zugriff auf die Carsharing-Fahrzeuge haben. Dabei handelt es sich um ein Pilotprogramm, welches vor allem ein Ziel hat: die riesige Flotte der Regierung zu reduzieren. Diese umfasste Stand 2013 mehr als 247'000 Fahrzeuge, so der Boston Globe – Post und Militär nicht eingeschlossen. Durch die Carsharing-Initiative sollen Kosten gesenkt und die Umwelt geschont werden. Ausserdem müssen die teilnehmenden Bundesbehörden sich nicht mehr um die Instandhaltung der Flotte kümmern. Klingt ziemlich genau nach den Überlegungen, die man auch als privater Nutzer anstellen würde. Nur die Dimensionen sind nicht ganz die gleichen ...

 

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