«Was, du hast kein eigenes Auto mehr?»

By #beindependent | 28.01.2015

Auf diese Frage reagiert Catch a Car-Member Matthias mit einem Schmunzeln. Er hat ja 100 Fahrzeuge in Basel zur Verfügung.

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Etwa so sind die meisten Reaktionen, wenn ich erzähle, dass ich mein heiss geliebtes erstes Auto nicht mehr habe. Es war 18 Jahre alt und die für die MFK nötigen Instandsetzungen wären viel zu hoch gewesen: neue Pneus, neue Kupplung, ungemeldeter Parkschaden von Dritten und so weiter...

Ein Freund hat mich auf das neue Carsharing-Angebot «Catch a Car» aufmerksam gemacht. Am gleichen Abend habe ich mich über das Internet informiert und mich kurzentschlossen registriert. «Das geht ja ganz einfach und wenn ich doch recht habe, dass ich eben der Autotyp bin, kostet es mich nur CHF 25», dachte ich.

Weil ich zwei Tage später spontan ein Auto brauchte, habe ich schnell auf der App den nächsten Catch-Car reserviert und bin losgefahren. Das Fahrzeug ist ganz chic. Es hat richtig «Pfupf» für einen Kleinen und bietet obendrein erstaunlich viel Platz im Innenraum. Auch als ich zum ersten Mal den Kofferraum aufmachte, staunte ich nicht schlecht über den grossen Stauraum. «Aber ich ohne Auto. Nein!», dachte ich wieder heimlich. Ein paar Tage verstrichen, da brauchte ich mal eben wieder kurz ein Auto. Schon fast automatisch war das Smartphone gezückt und der nächste Catch-Car reserviert. Er stand ja gleich um die Ecke, wie praktisch.

So ging es dann weiter. Immer mehr wurde der Catch-Car zur Selbstverständlichkeit. Sei es um jemanden zu besuchen oder wenn ich zu Fuss unterwegs war und es plötzlich anfing zu regnen. Weil es mir als Warmduscher und Schattenparkierer zu kalt war fürs Fahrrad. Weil es mit dem Catch-Car schnell ging. Unterdessen haben die Autos sogar einen Namen: «Catchis».

Einzelne Funktionen und Kleinigkeiten können noch optimiert werden: Auf der App kann man beispielsweise das Profil noch nicht einsehen. Auch die Mails werden im Apple-Mailprogramm noch nicht korrekt angezeigt. Und zwei Mal zeigte die App keine verfügbaren Catchis an, mit dem QR-Code an der Windschutzscheibe konnte ich dann trotzdem eine Reservation tätigen. Ansonsten funktionieren die Abläufe sehr gut. Die VW up!s eigenen sich super für die Stadt und selbst Details wie Scheibenkratzer gingen nicht vergessen. Tauchen dann doch mal Fragen auf, hilft die 24h-Hotline schnell und unkompliziert weiter.

Catch a Car ist für mich die optimale Ergänzung um in der Stadt unterwegs zu sein. Nur sehr selten ist es der Fall, dass ich in meiner näheren Umgebung kein Auto zur Verfügung habe. Dann weiche ich eben aufs Tram aus oder laufe ein paar Minuten zu Fuss bis zum nächsten Catchi. Dafür fällt der ganze Papierkram für‘s Auto weg. Und noch besser finde ich, dass ich es in Basel in jeder Zone kostenlos auf einen blauen Parkplatz abstellen kann.

Nun, ich bin eben doch der Auto-Typ. Zur Zeit mit Catch a Car.


Matthias Wetter, Catch a Car-Member

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