«Die ersten zwei Kilometer musste man sich darauf konzentrieren, mit niemandem zu kollidieren.»

By beindependent | 1.10.2014

Am Sonntag ging der fünfte IWB Basel Marathon über die Bühne. Traumwetter, Zuschauer-Rekord, zwei Läufer im Catch a Car-Shirt – was will man mehr?

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Da wir am Sonntag Morgen schon recht früh mit Vorbereitungsarbeiten am Bahnhof SBB beschäftigt waren , durften wir einen wunderbaren Sonnenaufgang erleben. Doch nicht nur wir waren früh unterwegs, sondern auch eine beeindruckende Menge an Menschen in Lauf-Outfits. Schon um 7 Uhr wuselte es rund um den Bahnhof, als wäre man in die Warm-up-Zone eines olympischen Wettbewerbs geraten. Die Sportler waren allesamt auf dem Weg in die Freie Strasse, wo um 8:30 Uhr der Startschuss zum IWB Basel Marathon fallen sollte.

Irgendwo mitten in der Menge: Bernhard Egger und Lukas Studer, die beiden Teilnehmer im Catch a Car-Shirt. Für Bernhard Egger ging es um 9:15 Uhr auf die Strecke, er trat zum Halbmarathon an. Dies durchaus mit dem gebotenen Respekt, wie er uns schon im Vorfeld verraten hatte – schliesslich stuft er sich selbst als «durchschnittlichen Jogger» ein. Um 9:30 startete dann Lukas Studer zum 10-Kilometer-Lauf. Ihm diente die Veranstaltung nicht zuletzt der Standort-Bestimmung: Lukas Studer tritt regelmässig bei Orientierungsläufen an.

Beim Marathon der Herren gingen die Marathon-Podestplätze an Teilnehmer aus der Region: Josias Wacker (Binningen) sicherte sich mit einer bemerkenswerten Zeit von von 2:30.35 den ersten Rang, gefolgt von Lukas Oldani (Gelterkinden) und Matthias Prétôt (Allschwil). Internationaler gestaltete sich das «Stockerl» bei den Frauen. Der erste Platz wurde nach Kalifornien vergeben: Taryn Spades aus Granada Hills erreichte nach 3:26:18 das Ziel, mit zwei Minuten Vorsprung auf Michaela Schäfer (Wölfenswil) und noch einmal beinahe zwei Minuten auf Alicia Kaestli (Basel).

Egal wie ehrgeizig oder Spass-orientiert, alle der mehr als 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (neuer Rekord) durften sich über einen der sonnigeren Tage dieses Jahres freuen. So auch die beiden Herren im Catch a Car-Shirt. Stellvertretend sei hier Bernhard Eggers erste Reaktion nach dem Rennen zusammengefasst:

 

«Zum Einstimmen haben wir uns den Start des Marathons angeschaut - hier reihten sich ungefähr 300 Läufer ein und das Feld verteilte sich schnell. Mir war nicht bewusst, dass beim Halbmarathon über 1000 Läuferinnen und Läufer an den Start gingen. Die ersten zwei Kilometer musste man sich sehr darauf konzentrieren, nicht mit dem Läufer vorne, hinten, links oder rechts zu kollidieren – dafür waren die ersten Kilometer im Nu vorbei.

Danach verteilte sich das Feld sehr breit – hinter dem Pacemaker war mir allerdings immer noch zu viel los und ich entschied mich vor ihm zu laufen. Die Zuschauer am Strassenrand sorgten immer wieder für Überraschungen und Aufmunterungen. Auch das Wetter war ein Traum – nicht zu kalt, aber auch nicht zu warm und immer wieder schön in der Sonne. Gegen Ende lies bei mir die Energie nach und ich bekam ein wenig Seitenstechen ... Die Endzeit von 1:43:13,7 war dann aber trotzdem noch schneller als erwartet. Im Ziel wartete kühles alkoholfreies Weizenbier auf die Teilnehmer - der Geschmack wurde mit allen 21 km multipliziert!

Der Lauf war top organisiert und die Strecke war sehr gut abgesperrt - ich musste mich zwar erst daran gewönnen, einfach so immer wieder auf die Strasse zu rennen. Durch den Lauf wurden übrigens unheimlich viele Autos blockiert - darunter auch sechs Catch-Cars. Die Fahrer der Catch-Car-Flotte hatten allerdings im Gegensatz zu den ganzen Privatautos noch 94 andere Autos zur Verfügung.»

 

Herzlichen Dank an Bernhard Egger und an Lukas Studer, und Glückwunsch an sie und alle anderen, die beim IWB Basel Marathon ihre Form der urbanen Mobilität auslebten.

Lukas Studer bei der Übergabe des Catch a Car-Shirts

 

Bernhard Egger vor dem Start

 

Bernhard Egger auf dem ersten Kilometer

 

Bernhard Egger kurz vor dem Ziel

 

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