Basel – heimliche Hauptstadt der Share Economy?

By beindependent | 9.10.2014

Teilen liegt im Trend, daran besteht kein Zweifel. Offenbar nimmt Basel dabei eine echte Vorreiterrolle ein. Worauf man ruhig ein bisschen stolz sein darf.

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Share Economy gehört zu den grossen Trends der Gegenwart. Die Menschen teilen Dinge miteinander, wenn sie realisieren, dass sie eigentlich nur am Gebrauch, aber nicht am Besitz (und allen damit verbundenen Verpflichtungen) interessiert sind. Carsharing ist nur ein Beispiel für diese Entwicklung, die in den nächsten Jahren schwer aufzuhalten sein wird.

Wir freuen uns, dass wir mit Catch a Car längst nicht die Einzigen sind, die diesem Gedanken Vorschub leisten. So wurde zu Beginn des Jahres die Teil-Plattform «Skillharbour» lanciert. Die Idee: Wir alle sind mit Begabungen gesegnet – glücklicherweise mit sehr unterschiedlichen. Statt sich mit etwas abzumühen, was man so gar nicht Griff hat, oder jemanden gegen Bezahlung dafür zu engagieren, drängt es sich regelrecht auf, Talente miteinander zu teilen. Geld fliesst keines; für jede Stunde, die man einem Mitglied der Community zur Verfügung stellt, darf man eine Stunde eines anderen in Anspruch nehmen. «Skillhours» heissen die Einheiten der virtuellen Währung, in der bei Skillharbour gerechnet wird. Essentiell für das Funktionieren ist, dass keinerlei Güter, sondern nur Talente getauscht werden.

Die Angebote kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen, vom IT-Support über Schlagzeugunterricht bis hin zum Übersetzen von Texten. Die Mitglieder von Skillharbour verteilen sich über die gesamte Schweiz, doch eine gewisse Konzentration in und um Basel ist nicht von der Hand zu weisen. Graziella Michel, die Gründerin der Plattform, erklärt im Interview mit 20 Minuten: «Die Leute in Basel sind sehr offen und da Offenheit eine Voraussetzung für den Erfolg des Tauschens ist, bin ich sehr zuversichtlich». Dieser Aussage können wir uns nur anschliessen – und Skillharbour viel Erfolg und geteilte Freude wünschen!

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