10 Tipps für klimafreundliches Skifahren

By #beindependent | 14.01.2015

Das Projekt „Ride Greener“ kümmert sich um den ökologischen Fussabdruck und die Verringerung des CO2-Ausstosses beim Wintersport.

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In den Schweizer Alpen wird Wintertourismus seit rund 150 Jahren betrieben. Inzwischen sollen sich um 34 Millionen Gäste pro Wintersaison in den Schweizer Bergregionen aufhalten.

Dass diese Entwicklung Spuren in der Umwelt hinterlässt, ist unbestritten. Die grösste direkte Belastung zeigt sich dabei in der Erschliessung der Gebiete mit der umfassenden Infrastruktur. Beispielsweise sind dies die Rodung von Bergwald, die Planierung von Hängen oder der Eingriff in Wildtiergebiete.
In der Schweiz ist der grösste Teil der Gebiete, die dafür in Frage kommen, bereits erschlossen. Neue Skigebiete dürfen seit 40 Jahren nicht mehr erbaut werden. Bei der heutigen Belastung für die Umwelt handelt es sich vorwiegend um die Präparation von Pisten sowie um den Unterhalt der vorhandenen Infrastruktur. Zur Verbesserung dieser Lage haben sich die  Seilbahnverbände der Nachhaltigkeitscharta von Schweiz Tourismus angeschlossen. Diese ist an konkrete Zielsetzungen zu Energieeffizienz und Verringerung von Emissionen geknüpft. Laut dem Bundesamt für Umwelt ist jedoch weiterhin noch viel Potential zur Verbesserung in den einzelnen Gebieten vorhanden.

Es gibt auch sehr positive Beispiele, die sich auf dieses Thema beziehen. Zwei davon gefallen uns besonders gut und verdienen Aufmerksamkeit:

Das Projekt Ride Greener wurde durch eine Interessengemeinschaft, einer Vereinigung von passionierten Skifahrern und Snowboardern ins Leben gerufen. Mit im Boot sind namhafte Partner und Sponsoren. Ride Greener hat sich zum Ziel gesetzt, umweltbewusstes Verhalten in den Bergen zu fördern. Ein wichtiger Bestandteil davon ist, mit einfachen Mitteln den CO2-Fussabdruck zu minimieren. Dafür wurde eine Liste mit 10 Tipps für klimafreundliches Skifahren und Snowboarden erstellt. Angeführt wird diese mit naheliegendem Potential wie die Anreise mit dem ÖV oder über Fahrverbunde vorzunehmen. Weiter werden Tipps zur Bekleidung und Ausrüstung gegeben. Auch die Wahl des Skiwachses und der Verpflegung vor Ort wird beachtet, um die Nachhaltigkeitsbilanz zu beeinflussen.

Ein weiteres nennenswertes Beispiel ist der Solarskilift von Tenna im bündnerischen Safiental. Es handelt sich um den weltweit ersten solarbetriebenen Skilift. Ganze 450 m lang ist das Vorzeigemodell und mittlerweile die dritte Wintersaison in Betrieb. Realisiert dank einer innovativen Genossenschaft, die das kleine Skigebiet damit vor einer Schliessung bewahrte.  

Das gefällt uns und entspricht unserem Gedanken der Nachhaltigkeit. Wir empfehlen euch daher, bei der nächsten Planung eures Skiausflugs diese Tipps zu beachten. Geniesst das Winterwunderland und reduziert dabei euren Schneeabdruck auf ein Minimum. Wir wünschen euch viel Vergnügen!

 

 

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